Man könnte sagen, dieser Blog ist das Ende einer Reise und gleichzeitig ein Anfang. Das Ende meiner Reise zu mir selbst und der Anfang des Ichs- des Selbstsein!
Im Herbst letzten Jahres kam mir eine Erkenntniseuphorie als ich vollkommen entspannt in einer Wellness-Landschaft im Spreewald lag. Ich beschäftigte mich mit den Gedanken, was mich immer noch so blockiert, mich belastet und vor allem wann diese Blockade angefangen hat. Und durch eine Zeile aus einem guten Buch, ein Gespräch mit einer esoterisch angehauchten Kosmetikerin an diesem Tag und meiner vollkommenen Entspanntheit im Kopf fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Mein angepasstes Verhalten begann mit ca. 14 Jahren als mein damaliger Freund mich darauf hinwies, ich sollte mir doch mal anständige Klamotten zulegen, er würde sie sogar bezahlen. Er lief damals als Raver rum und ich fühlte mich in meinem selbstgewählten Hippielook sehr wohl. Aber da ich mit 14 sehr leicht beeinflussbar war und vor allem dazugehören und natürlich meinem Freund gefallen wollte, legte ich nach und nach den kompletten Look ab, verkaufte alle (tollen) Röcke, Westen und Oberteile an eine Freundin und fand mich bald in Buffallos und Swearschuhen wieder, mit leuchtenden Logopullis und sexy Polyestershirts. Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass (fast) jeder Teenager Phasen durchmache in denen er sich von irgendeiner oder mehrere Subkulturen angezogen fühlt. Aber die Gedanken und Vorstellungen die für mich mit dem Hippie-Dasein einhergehen beschäftigten mich schon länger und taten es auch in meinem weiteren Leben immer wieder. Für mich gehören dazu Werte wie Gleichbereichtigung, Freiheit, Autonomie, Liebe, Wohlwollen, Entspannung, Selbstfindung und natürlich Themen wie freie Liebe, andere Lebens- und Beziehungsformen, kein konventionelles Leben führen, aber nicht agressiv rebellieren.
Ich kann mittlerweile sagen, dass ich nach einem echt krassen letzten Jahr, sehr sehr viel über mich, meine Mitmenschen, meine Werte und Ideale und das Leben im Allgemeinen gelernt habe. Was genau das bedeutet werde ich im Einzelnen ausführen. Und da ich Zitate liebe, schließe ich den ersten Post mit einem von Albert Einstein. Er mag ein a-sozialer Mensch gewesen sein, aber vor seinem Intellekt und seinen Überlegungen ziehe ich wirklich meinen Hut:
"Kein Problem kann von dem Bewusstsein gelöst werden, dass das Problem erzeugt hat."
Eure Lydia